Dreiländergiro

Der Dreiländergiro – 168 Kilometer und 3.300 Höhenmeter. Den genauen Verlauf der Strecke konnte ich mir vor dem Rennen nicht mehr genau anschauen, hatte aber in Erinnerung, dass das Stilfser Joch und die Norbertshöhe auf mich warten. Dass aber zudem auch noch der Ofenpass, sowie ein „kleiner Schupfer“ auf mich zukommen werden, war für mich eher eine Überraschung und fragte aus diesem Grund des Öfteren die Crew des Führungsautos, wie weit es noch ist. In der Vorbereitung war ich etwas unorganisiert, was aber dem Ergebnis nicht schadete.

Los ging das Rennen um 06:30 Uhr in Nauders und das Wetter schien immer besser zu werden. Besonders zu Beginn des Rennens ging es mir tempomäßig super, obwohl ich irgendwie das Gefühl hatte nicht fit zu sein und eher krank zu werden. Das Tempo zum Stilfser Joch hinauf kam mir persönlich nicht sonderlich schnell vor. Mehrmals erhöhte ich das Tempo, aber es schien kein Teilnehmer der langen Runde mit mir mitgehen zu wollen. So habe ich mich einem ebenfalls starken Houben Kristof aus Belgien (Amateur-Weltmeister auf der Straße) angepasst, denn alleine gegen den Gegenwind kämpfen wollte ich nicht, was sich als sehr gute Entscheidung herausstellen sollte. Gemeinsam fuhren wir also ab dem Stilfser Joch und kämpften gegen die restlichen ca. 70 Kilometer im sehr starken Gegenwind. Die Stärke des Belgiers zeigte sich besonders im Flachen und ich konnte nicht abschätzen in wie weit ich Chancen gegen ihn haben könnte. Auch Moderator Othmar Peer hat mich immer wieder vor der Stärke des Belgiers gewarnt und das zu Recht. Körperlich ging es mir aber allmählich immer besser.

In Martina, vor dem letzten Anstieg ins Ziel (ca. 400 Höhenmeter), musste eine Entscheidung fallen. Gleich nach der Brücke in den Anstieg rein hielte ich somit das Tempo hoch, ehe ich zu meiner ersten Attacke ansetzte. Kristof fuhr ohne zu zögern die Attacke mit … ich nahm wieder ein wenig vom Tempo raus, hielt die Watt jedoch hoch, ehe ich gleich zur nächsten Attacke ansetzte, doch auch hier fuhr Kristof wieder problemlos mit. Irgendwie habe ich fast abgestellt, intuitiv aber setzte ich eine dritte Verzweiflungs-Attacke und endlich riss Kristof innerhalb kurzer Zeit ein recht großes Loch auf. Somit zog ich bis ins Ziel durch und konnte den Dreiländergiro für mich entscheiden.

Nach meinen 3 RATA-Siegen ist es natürlich ein sehr schönes Gefühl für mich, jetzt auch den Dreiländergiro gewonnen zu haben.

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