SuperGiroDolomiti

Nach fast 13 Jahren im Radrennsport kämpfe ich schon länger mit meiner Motivation. Für längere Rennen und schöne Touren kann ich mich aber zum Glück noch gut motivieren und somit kam der SuperGiroDolomiti, der beides vereint, genau richtig. Der heuer neu eingebauten Monte Zoncolan war ein weiterer toller Anreiz.

Am Samstag regnete es den ganzen Tag und für Sonntag war auch sehr schlechtes Wetter angesagt, Gott sei Dank sollte sich dies nicht bestätigen. Um 5:20 Uhr klingelte der Wecker. Bei strahlend blauem Himmel kämpfte ich mich nach einem Nutella-Semmel-Frühstück, gemeinsam mit meiner motivierten Verlobten zum Start.

Pünktlich um 6:30 Uhr, bei fast trockener Straße, erfolgte der Start in Lienz. Die ersten Kilometer waren sehr gemütlich. Den Gailbergsattel hoch fuhren wir ein braves Tempo, dafür wurde zum Plöckenpass wieder mehr gebummelt – was aber für ein langes Rennen wie dieses genau richtig war. Ich war immer mehr auf den Monte Zoncolan gespannt, denn es wurde viel über den Berg geredet. Vorgestellt hab ich mir diesen Berg nach den Erzählungen schlimmer – länger und härter – aber ich bin diesen Berg recht konstant und nicht im roten Bereich hochgefahren und so war der Monte Zoncolan ein positives Erlebnis für mich. Oben angekommen lag ich an der gesamt 5. Stelle. In der Abfahrt schlossen zwei Fahrer auf mich auf und gemeinsam konnten wir zu Michael Mayer, Markus Feyerer und Martin Ludwiczek aufschließen. Nur Andreas Seewald war ca. 30 Sekunden, immer in Sichtweite, vor uns.

Schön langsam war auch meine volle Motivation wieder da und mein Körper hat auf Rennen umgestellt. Am Ende des Plöckenpass konnte ich mich nicht mehr halten und eine Attacke war fällig. Gemeinsam mit Markus Feyerer konnte ich recht schnell auf Andreas Seewald aufschließen und wir fuhren zusammen in die Abfahrt. Ich versuchte das Tempo hoch zu halten und Andreas Seewald konnte uns ab dem Lesachtal nicht mehr folgen. Markus und ich haben ab diesen Zeitpunkt perfekt zusammengearbeitet und wir entschieden uns recht schnell, gemeinsam im Teamwork das Ziel in Lienz zu passieren. Dies gelang uns mit fast 10 Minuten Vorsprung auf den Drittplatzierten Benjamin Schweinester. Vielen Dank an meine Betreuerinnen und Babysitter, ohne die ein 7-Stunden-Rennen gar nicht erst möglich gewesen wäre!

Für mich ist jetzt erst mal erholen angesagt. Ob sich am Wochenende ein Rennen ausgeht, weiß ich noch nicht, da Vorlesung und Prüfungen anstehen.

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