Salzkammergut Trophy

Die 211 Kilometer und mehr als 7.000 Höhenmeter der Salzkammergut Trophy, zählen derzeit sicher zu meiner Lieblingsrunde. Die Strecke im Salzkammergut hat einfach alles dabei: flowige Trails, wunderschöne Berge mit sensationellen Aussichtspunkten, sowie den steilen Salzberg, der jeden Radfahrer an seine Grenzen bringt, einige schöne Seen und die Ewige Wand.

Um 5:00 Uhr erfolgte pünktlich der Start in Bad Goisern. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt okay und es hat so ausgesehen, als würde es aufreißen. Das Tempo auf den ersten Berg war heuer recht gemütlich für ein Rennen, doch recht schnell waren wir nur noch 4 Leute und somit war mir klar, dass meine Form passt. Oben am Berg angekommen wollte ich mein Lockout von meiner Federgabel lösen, doch es ging nichts. Ich habe in der Abfahrt einiges versucht, um die Sache zu reparieren, aber leider hatte ich keine Chance. Fast bis an das Ende der Abfahrt konnte ich Thomas Strobl trotzdem folgen, aber dann kam auch schon das nächste Problem: Platten am Hinterrad. Schnell runter vom Rad und neuen Schlauch rein. Bis ich den Platten fertig hatte, haben mich vielleicht 4 bis 5 Fahrer passiert. Motiviert ging es weiter, leider ging dann hinten schon wieder die Luft raus. Nach 2 Minuten hatte ich den nächsten Platten. Wahrscheinlich habe ich den Schlauch beim reingeben verletzt und somit dachte ich mir: das war`s mit der Salzkammergut Trophy 2014. Bis zur Verpflegungsstation, wo meine Freundin Stephy als Betreuerin stand, waren es 3,5 Kilometer. Recht locker fuhr ich mit dem Platten bis zu ihr und habe eigentlich ans Aufgeben gedacht. Leider haben mich immer wieder einige kleine Gruppen überholt, was mich natürlich noch mehr zum aufgeben motiviert hat. Als ich Stephy dann sah, habe ich meine Gedanken vergessen und wollte eigentlich nur noch den Platten richten und weiter fahren, was ich dann auch gemacht habe. Ca. auf Platz 30 ging ich dann auf Angriff und ich konnte recht schnell einige Fahrer überholen. Nach ca. 1,5h Fahrzeit schrie mir dann ein Streckenposten zu, dass ich auf Rang 6 liege und ich konnte es kaum glauben. Aber recht schnell hat mich die Realität wieder eingeholt, denn es kam eine Abfahrt und ich hatte ja keine Federgabel. Egal dachte ich mir, ich fuhr einfach und es macht mir Spaß, obwohl es inzwischen immer wieder stark regnete und es eigentlich total kalt war. Bald lag ich auf Rang 4. Leider überholten mich in den Abfahrten immer wieder ein bis zwei Fahrer, aber bergauf war ich einfach fit.

salztrophy2014-1
(Foto: Petra Junge)

Bevor es in den Salzberg ging, war mein 4. Platz recht sicher. Die Abfahrten ab diesem Zeitpunkt waren eigentlich nicht mehr sonderlich schwer und somit war ich überzeugt: ich kann die Trophy finishen. Mit dem 4. Platz gab ich mich nach meinen ganzen Problemen nicht wirklich zufrieden und ich war eigentlich noch recht motiviert, den Fahrer vor mir zu schnappen. Auf diesen hatte ich ca. 10 Minuten Rückstand. Oben am Berg angekommen waren es nur noch 3 Minuten. An der vorletzten Verpflegungsstation rief mir Stephy zu, dass mir 1 Minute auf Platz 3 fehlen würde und so zog es mich an Stefan Danowski formlich ran. Und plötzlich war ich schon vor ihm. Voll motiviert ging es in Richtung Ziel auf dem 3. Gesamtplatz. Im Ziel fehlten mir dann nicht mal mehr 1 Minute auf meinen Kollegen Thomas Strobl, welcher zweiter wurde! Gewonnen hat dieses Rennen der Schweizer Hansueli Stauffer – nochmals Gratulation.

Derzeit habe ich eine fette Sehnenscheidenentzündung ausgefasst, aber ich brauche jetzt eh mal eine Rennpause und ein wenig Grundlagentraining.

salztorphy2014-3

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*